SM und Fetisch Lexikon Teil 2
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De Sade, Marquis
Französischer Namensgeber des Sadismus, 1740 bis 1814, voller Name Donatien Alphonse Francois.
Der Mensch, dessen Name für das Gebiet der sexuellen Lust durch
Beherrschung und Schmerzen stehen sollte, wurde am 2. Juni 1740 als
Sohn einer Adelsfamilie geboren. Nach seiner Schulzeit begann er von
1754 bis 1763 eine militärische Karriere, nach dem
Siebenjährigen Krieg trat er aus und heiratete eine wohlhabende
Frau aus der Familie der Montreuiles. Aus dieser Ehe kamen drei Kinder,
Louise-Marie, Doniatien-Claude-Armand und Madeleine-Laure. Seinen
ersten Gefängnissaufenthalt begann er 1768, nachdem die
Prostituierte Keller, Rose
vor Gericht ausgesagt hatte, dass De Sade sie entführt,
eingesperrt, gequält und sexuell missbraucht hätte. Juni 1772
kam er wieder ins Gefängnis, als einige Prostituierte, die sein
Diener Latour
in Marseille gefunden hatte, ihn der versuchten Vergiftung anklagten.
Es kam über die nächsten Jahre zu mehreren Verhaftungen und
mehreren Entlassungen, zu Skandalen, an die teilweise auch seine Frau
beteiligt war; schliesslich wurde De Sade am 13. Februar 1777 in das
Gefängnis von Vincennes eingekerkert. Inwieweit die Vorwürfe
berechtigt waren, wird sich wohl nie mehr ganz klären lassen. Im
Gefängnis schrieb er die ersten seiner Werke, unter anderem die 120 Tage von Sodom.
Während der Französischen Revolution war De Sade im
Irrenhaus, dann wieder einer der Abgeordneten, die Krankenhäuser
besichtigen sollten, entkam knapp dem Fallbeil, schrieb patriotische
Reden. Bei seiner letzten Verhaftung am 6. März 1801 sah Napoleon
persönlich zu, dass De Sade eingekerkert wurde. Nach seinem Tod am
2. Dezember 1814 sorgte sein ältester Sohn für die
Verbrennung seiner letzten Werke. De Sade’s Asche wurde in die
Winde verstreut. Es existiert kein Bildnis von ihm. Der Einfluss von De
Sade ist schwer zu überschätzen, seine philosophischen
Aussagen üben auf viele Menschen eine grosse Anziehung aus. Ganze
Legionen von Künstlern und Dichtern haben sich auf ihn bezogen,
für viele stellt er die völlige Befreiung des Menschen von
gesellschaftlichen Zwängen dar. Für heutige Sadomasochisten
ist er ein schwieriger Namenspatron. Seine Bücher gehen im
Allgemeinen weit über das hinaus, was man noch als Sadomasochismus
im heutigen Sinn bezeichnen würde. Von seiner Biographie her passt
er teilweise eher ins Bild eines Realsadist(s. Eintr.: Soziopath)en. Allerdings setzte er sich politisch gegen die Todesstrafe ein und versuchte nie, seine extremen Phantasien im gleichen Mass in die Tat umzusetzen.
Viele Sadomasochisten, die mit De Sade konfrontiert werden, fühlen sich genauso wie Vanilles von den detaillierten Beschreibungen der Praktiken abgestossen. Vor allem Neulinge
haben häufig Schwierigkeiten, entweder in der Art "Das soll ich
erregend finden", oder weil die in seinen Büchern vorgestellten
Handlungen sie zwar erregen, sie sich für ihre Gefühle jedoch
schämen.
Discipline Hood, Kapuze
Viele Kapuzen, die bei sadomasochistischen Spielen verwendet werden,
haben nur Luftlöcher für die Nasenatmung. Eine andere
Variante, die bei Spielen mit Atemkontrolle
verwendet wird, leitet die Atmung durch dünne Schläuche zu
Mund oder Nasenlöchern. Sie können auch im Sinne von Masken zur Depersonalization verwendet werden. Kapuzen bestehen meist aus engem Leder oder Gummi
und müssen nicht "separat" sein, also ein eigenes Stück.
Genauso kann man auch Kapuzen von (Klepper-, Plastik-, Nylon-, Lack-)
Regenmänteln oder Anoraks verwenden (letztere können auch
sehr gut als "Zwangsjacken" dienen). Dies gilt insbesondere dann, wenn
diese Kleidungsstücke verkehrt herum angezogen bzw. um eine Person
gelegt werden oder diese darin eingewickelt wird.
Domina
Lat. für Herrin. Wird für eine auf SM spezialisierte
Prostituierte benutzt, die ausschließlich als Top agiert. Das
Gegenstück für Bottoms heisst Serva, teilweise auch Sklavia. Beide Begriffe werden teilweise, besonders in älteren Werken, auch für die nichtkommerzielle Subkultur verwendet, wie in. Nicht alle Dominas (selten liest man auch den lat. Plural Dominae) haben selbst sadomasochistische Interessen; ihre Beziehung zum Sadomasochismus ist mit symbiotisch beschrieben worden. Die Kommerzielle Subkultur (s. Eintr.: Kommerzielle Szene) wird dort und unter Subkultur beschrieben. Dominus: Lat. für Herr, wird als das männliche Gegenstück zu Domina, also einen mehr oder weniger bezahlten dominanten Top, verwendet.
Double Locking
Bei Handschellen
eine notwendige Sicherheitseinrichtung, die dafür sorgt, dass nach
dem Schließen die Ringe nicht nur nicht aufgehen, sondern auch
nicht enger werden und damit die Handgelenke des Bottoms verletzen,
Nerven einklemmen oder die Blutversorgung unterbinden. Das Gegenteil
ist single locking, findet sich nur bei den allerbilligsten Handschellen und sollte vermieden werden.
Dresscode
Englisch für Kleiderordnung.
Bei vielen sadomasochistischen Parties ist die Einhaltung
einer bestimmten Kleiderordnung Voraussetzung für den Einlass.
Hiermit soll sichergestellt werden, dass eine gewisse Atmosphäre
gewahrt bleibt und Gelegenheitsbesucher ohne inneren Zugang zum
Sadomasochismus aussen verbleiben. Übliche Dresscodes erstrecken
sich von der Vorgabe "schwarze Kleidung" bis zu sehr ausgefeilten bei
Themenparties. So kann es reine Latex-Parties oder solche für Adult Babys geben. Insbesondere im schwulen Bereich gibt es auch Parties mit Dresscode nackt.
Über den Sinn eines Dresscodes wird immer wieder gestritten.
Inzwischen ist typische Dresscode-konforme Kleidung auch von Vanilles
(Nichtsadomasochisten) problemlos zu erhalten, was die Schutzfunktion
vor Gaffern deutlich in Frage stellt. Die letztendliche Entscheidung
liegt jedoch beim Veranstalter der Party.
DS
Unter Sadomasochismus existiert seit Mitte der 90er Jahre eine begriffliche Trennung des Sadomasochismus in zwei Hauptrichtungen von Vorlieben, SM und DS, wobei DS auf eine Vorliebe für Spiele bezieht, die sich um Statusänderungen drehen. Insbesondere fallen unter den Begriff der Statusspiele solche, bei dem der Bottom erniedrigt, dressiert, unterworfen oder beherrschtwird, aber auch Formen der Pseudozoophilie wie z.B. Ponyspiele.
DS wird oft als Spiel mit und über die Hierarchien und
Machtverhältnisse des täglichen Lebens gesehen und wird
deswegen von vielen Feministinnen als Übernahme patriarchalischerMachtverhältnisseabgelehnt, eine Sicht, die besonders unter vielen Lesben
zu einer Ablehnung des gesamten Sadomasochismus geführt hat.
Andererseits sind diese Parallelen gerade das, was für viele Vanillas den DS-Teil des Sadomasochismus zugänglicher macht als den SM-Teil. Charakteristikades DS sind schwer objektiv
zu erfassen, wenn auch einfacher als für SM und für einen
Konsens unter Sadomasochisten dürfte der Begriff zu neu sein. Die
Betonung liegt auf der Form der Beziehung zwischen Top und Bottom. Die Erfüllung, die im Spiel gesucht wird, wird meist weniger als bei SM mit Begriffen aus der Mystik oder Esoterik
zu erklären versucht. Dafür sind Begriffe aus der Geschichte,
historische Titel und teilweise romantische Anklänge beliebt.
Sadomasochisten, die zögerlich gegenüber DS Spielen sind,
geben Bedenken über psychischeSchäden und ein
(möglicherweise unbewusstes) Übertragen der
Statusänderung in Bereiche des täglichen Lebens, die zu
Abhängigkeiten führen könnte, an. Sadomasochisten, die
regelmässig an Spielen mit grossem DS-Anteil teilnehmen, geben
meist keine Probleme bei der Trennung von Spiel und Realität an
oder wünschen ausdrücklich ein Übergreifen in ihr
Alltagsleben. Spezifische emotionale Gefahren bestehen, wenn der Top in
einer DS-Beziehung eine fürsorgliche, beschützende Funktion
einnimmt und dieser aufgrund eigener Probleme nicht mehr nachkommt.
Dieser Verlust kann beim Bottom Unsicherheiten und
Orientierungslosigkeit auslösen.
D&S
Abkürzung für Dominance and Submission
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Eagled
Eagle engl. Adler, Kurzform für spread-eagled,also wie ein Vogelaufgespannt.
Einlauf, Klistier
Med. für Einlauf. Hierbei wird Wasser durch ein Rohr in den Körper laufen gelassen.
Einläufe werden meist anal, können aber auch vaginal gegeben
werden. In beiden Fällen sollte darauf geachtet werden, dass das
Wasser ungefähr Körpertemperatur hat und mit möglichst
wenig Zusätzen versehen ist. Es ist zu beachten, dass sie zu einer
Minderung der Schutzfunktion der Schleimhaut führen. Vaginale
Einläufe werden praktisch nur zum Ausspülen gegeben, da im
die Scheide kaum nennenswerte Flüssigkeitsmengen zurückhalten
kann. Einläufe mit Weinsind
zwar beliebt, zu bedenken ist aber, dass der Alkohol im Wein auf diese
Art wesentlich stärker wirkt. Einläufe sind häufig Teil
von Kliniksex-Spielen, sie können aber auch Ausdruck der Verfügungsgewalt des Top über den Bottom
sein. Insbesondere ist es für Ungeübte nahezu unmöglich,
Wassermengen über 0,25l längere Zeit im Darm zu halten - der
Bottom verliert meist recht bald die Kontrolle über seine
Ausscheidungen. Es kann sehr demütigend sein, jemanden um
Erlaubnis bitten zu müssen, die Toilette zu benutzen. Neben der
erotischen Wirkung werden Klistiere auch häufig zur Darmreinigung
vor Analsex, speziell Faustficks eingesetzt.
Eisdildo
Eine Art Eiswürfel in besonderer Form, hergestellt, indem man Wasser in Kondome
laufen und dann einfrieren lässt. Eine nicht ganz so
aufgeblähte Variante entsteht, wenn man das Kondom in zwei Stufen
füllt, zuerst nur halb, so dass beim Einfrieren nur eine Art Boden
entsteht. Im zweiten Schritt wird das Kondom jetzt ganz
aufgefüllt, wenn man es richtig macht, gibt es eine Eisform, die
Penisähnlich aussieht. Wird ein Eisdildo zur Penetration
eingesetzt, dann musssichergestellt werden, dass er nicht zu
kalt ist. Angefrorene Schleimhaut ist unangenehm und kann
Spätfolgen haben. Daher nimmt der Top den Eisdildo einige Zeit vor
der Verwendung aus dem Gefrierfach und wärmt ihn in einem Glas
Wasser kurze Zeit an. Unmittelbar vorher testet er ihn an der Lippe.
Friert er da nicht fest, dann wird er auch in der Vagina nicht
festfrieren. Eisdildos sollten nicht zu lange an Ort und Stelle
belassen werden und wegen der Gefahr von Krämpfen nicht für
anale Spiele eingesetzt werden.
Endorphine
Körpereigene Stoffe, die ähnliche Eigenschaften wie Opium
oder Morphium besitzen. Über ihre Funktion - ausserhalb des
SM-Kontexts - ist bisher wenig bekannt. Sie werden bei Schmerzen, aber
auch bei grosser körperlicher Anstrengung ("Runners' High")
ausgeschüttet, dämpfen Schmerzen und rufen eine leichte
Euphorie hervor. Man vermutet, dass das Gehirn im Zustand der Trance
intensiv Endorphine produziert, so dass die Schmerzerfahrung
abgeschnitten wird und der Betreffende in einen ekstatischen
Rauschzustand gerät.
Englisch
Begriff für Schlagspiele, besonders mit einem Rohrstock
Erniedrigung
Ein sadomasochistisches Spiel aus dem Bereich des DS,
bei dem die Gleichberechtigung zwischen den Beteiligten bewusst
aufgegeben und durch ein Macht- und Statusgefälle ersetzt wird.
Ein Statusspiel muss nicht zwingenderweise die Erniedrigung
des Bottoms zum Ziel haben, auch Geborgenheit, die Möglichkeit,
sich fallen zu lassen sind gängige Motivationen. Sadomasochisten
berichten von folgenden Motiven für Statusspiele: Bottom als Unmündiger, Babyspiele, Schulspiele. Bottom im Dienstverhältnis, Zofe, Diener. Bottom als Tier, Spiele mit dem Bottom als Tier teilen sich in die Zoomimik, wo der Status des Bottoms nicht als abwertend gesehen wird und denen, wo durch die Tierrolle eine Erniedrigung vorgenommen werden soll. Paradebeispiel für beide sind die Ponyspiele. Bottom ohne individuelle Identität, Depersonalisierung, Verlust der Identität, Maske, Kapuze. Bottom als Gebrauchsgegenstand, Aschenbecher, Tisch etc.
Erotic Torture
Engl. das lange und ausführliche sexuelle Reizen eines Bottoms,
ohne ihn zum Orgasmus kommen zu lassen. Auch unter Nichtsadomasochisten
verbreitete Praktik.
Erziehungsspiele
Üblicherweise lang andauerndes, in den Alltag hinübergezogenes Spiel, bei dem der Top dem Bottom gewisse
Verhaltensänderungen aufgibt, die Fortschritte überwacht und
durch Belohnung und Bestrafung das Erreichen des Erziehungsziels
sicherstellt. Da hier die Ebene der partnerschaftlichen Gleichheit
bewusst verlassen wird und ein Machtgefälle etabliert wird
trägt der Top eine erhöhte Verantwortung für das
seelische Wohlergehen des Bottoms. Insbesondere sollte darauf geachtet
werden, dass die Überwachung durch den Top nicht zu einer
Schädigung des Selbstwertgefühls oder zu
Unselbständigkeit führt. Erziehungsspiele haben nicht
automatisch eine Verbindung zu Age Play,
können durch eine entsprechende Atmosphäre (z.B. Lehrerin -
Schüler) zusätzliche Authentizität bekommen.
Face – Fuck
Härtere Version des Fellatio,
bei dem der Mund des Ausführenden passiv benutzt wird. Beim
Face-fuck ist die Gefahr des Würgens besonders gross, der Bottom
muss geschickt genug sein, seine Lippen wie auch den Penis des Aktiven
gegen Verletzungen an den Zähnen zu schützen. Facefucking
kann bis zum Erbrechen gehen, wird aber meist nicht ganz soweit
getrieben. Der Bottom kann es praktisch nicht vermeiden, dass ihm die
Tränen die Wangen runterlaufen (dies ist ein Reflex, der beim
Würgen mit ausgelöst wird). Die Benutzungs-Komponente kann
durch einen Ringknebel noch verstärkt werden.
Face – sitting
Engl. für eine Sexualpraktik, bei der einer der Partner
(gewöhnlich der weibliche) sich mit den Genitalien oder dem Po auf
das Gesicht des auf dem Rücken liegenden Partners setzt. Dessen
Aufgabe ist es dann, den Sitzenden oral zu befriedigen, sauber zu
lecken oder lediglich auszuharren. Facesitting hat eine starke
DS-Komponente, teilweise spielen auch Phantasien mit dem Bottom als Objekt(Hocker)
hinein. Aufgrund seiner exponierten Position ist es dem Top
möglich, weitere erogene Zonen wie die Brustwarzen und die
Genitalien des Partners zu erreichen. Ebenso sind mit dieser Praktik Fesselspiele verbunden, die aber vom reinen Bondage
abzugrenzen sind, da sie hier nur unterstützend wirken. Das Ziel
ist unter anderem dem am Boden liegenden Partner das Gefühl der Hilflosigkeit zu geben. Eine stärkere Variante in diesem Zusammenhang ist etwa die Mumifizierung. Da die hockende/sitzende Position für den Top auf Dauer unangenehm oder ermüdend sein kann und die Beweglichkeit der Zunge des Bottoms durch den Druck eingeschränkt wird, gibt es spezielle Kopfkisten. Eine weitere Variante des insbesondere unter dem Aspekt der Hilflosigkeit praktizierten Facesittings ist die Atemkontrolle.
So hängt es von der Größe des Unterleibs des Partners
ab, ob Nase und Mund vollständig von der Luftzufuhr abgeriegelt
werden können. Facesitting wird unter anderem auch mit Trampling
kombiniert. Dabei stehen während des Facesittings eine oder
mehrere Tops (zumeist Frauen) auf der Brust und dem Bauch des Bottoms.
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Falaka, Bastonade
Fussfolter, durch Schläge auf die Fusssohlen. Vorsicht:
Fusssohlen sind sehr komplizierte Gebilde, bei denen auch schon eine
geringe Funktionseinschränkung katastrophale Auswirkungen auf den
gesamten Stützapparat haben kann. Bei zu festen Schlagspielen
kann es zu Trümmerbrüchen der kleinen Knochen kommen, wie
auch Narben zum Verziehung der Haut führen können. Bei
Menschen mit Durchblutungsstörungen jeder Art oder bei Diabetikern
sollte auf strenge oder gar einschnürende Fesselspiele
auf jeden Fall verzichtet werden, da die Füße häufig
nur schlecht durchblutet sind und bei beiden Gruppen die Heilung von
Wunden insbesondere an den Extremitäten verzögert ist.
Bedenken, die von Verfechtern der Reflexzonenmassage kommen,
dass ein Schlagen der Fusssohlen zu irgendwelchen Verletzungen der
Verdauungsorgane etc. führen könnte, können dagegen
getrost ignoriert werden. Eine sehr brutale Darstellung findet sich im
dem Film Midnight Express (1978).
Fisting, Faustfick
Engl. für "Faustfick". Einführen der Hand in den After oder
die Scheide des Partners/der Partnerin. Sexualpraktik, die ein
großes Mass an Zeit, Vorsicht, Verständnis und Vorbereitung
erfordert, was wegen der martialischen Bezeichnung "Fisten" von Laien
meist nicht vermutet wird. Behutsam und nach ausgiebigem Training
ausgeführt ist es jedoch eine nicht nur schmerzlose, sondern
ausgesprochen lustvolle Technik. Viele Faustficker schreiben ihr auch
spirituelle Erfahrungen zu. Für vaginales wie anales Faustficken
gilt:
Langsam vorgehen. Guten Rapport mit dem Passiven bewahren, indem man
ihn beruhigend streichelt, auf eine stossweise Atmung, Verkrampfungen
oder andere Schmerzzeichen achtet.
Laborhandschuhe (möglichst latexfreie, da Latex Allergien
verursacht) benutzen um die Übertragung von Geschlechtskrankheiten
zu verhindern. Handschuhe sind auch glatter als die Haut, erleichtern
daher das Eindringen und reizen die empfindliche Schleimhaut weniger.
Fingernägel kurz schneiden, abfeilen und die Haut auf raue Stellen kontrollieren.
Sehr viel Gleitmittel benutzen. Gleitmittel möglichst mit der
Hand, sonst mit Applikatoren) vor dem Fisting schon in den Darm/die
Vagina befördern.
Der aktive Partner sollte dabei versuchen, das Geschehen so wenig wie
möglich vorantreiben zu wollen - die Kontrolle liegt beim
Passiven. Dieser lässt durch langsame Muskelentspannung das
Eindringen der Hand Stück für Stück zu. Agiert der
aktive Partner zu druckvoll, dann kommt es zu Verkrampfungen. Das
richtige Tempo hat der Aktive dann gewählt, wenn er das
Gefühl hat, die Hand würde vom Passiven "eingesogen". Dabei
hilft es, den Druck langsam und vorsichtig zu variieren, damit der
Passive die Möglichkeit hat, den gedehnten Schliessmuskel
zwischendurch etwas zu entspannen. Diese Pausen können zum
Nachschmieren genutzt werden. Im Gegensatz zu Fisting in Pornos (bei
dem die Darsteller lange Übung haben und vor dem Casting
Dehnungsübungen machen) sollte der Aktive weder hektische
Fickbewegungen mit der Hand ausführen, noch diese mit
möglichst viel Druck in den Körper versenken. Dies kann den
Schliessmuskel beschädigen - mindestens ist es für den
Passiven ziemlich störend und verhindert die Entspannung, die
für lustvolles Fisting wichtig ist. Der Passive sollte sich
möglichst entspannen. Dies fällt in der Regel durch bewusstes
Atmen und eine Konzentration auf den Schliessmuskel leichter, ist aber
ein Stück weit Übungssache. Bei leichten Krämpfen sollte
er den Aktiven bitten, ein Stück zurückzuziehen, kurz zu
pausieren und es dann noch mal zu versuchen. Der Passive bestimmt, wie
weit der Aktive in einer Session geht. Wenn es unangenehm wird sollte
er keinen falschen Ehrgeiz an den Tag legen, sondern an dieser Stelle
zunächst mal Schluss machen.
Anales Fisten :Der Schließmuskel wird dabei
nur dann geschädigt, wenn man ihn überbeansprucht oder
verletzt. Geht man langsam und vorsichtig vor, geizt nicht mit dem
Gleitmittel und steigert sich nur in kleinen Schritten vom Bleistift
zum Baumstamm, ist man auf der sicheren Seite. Allerdings kann der
Muskel ein oder zwei Tage brauchen, um sich wieder ganz wie vorher
anzufühlen. Von Gleitmitteln mit betäubender Wirkung ist
abzuraten, da evtl. Schmerzen ein sicheres Zeichen sind, an diesem
Punkt aufzuhören.
Vaginales Fisten: Es sollte
ein wasserbasiertes oder zumindest ein recht flüssiges Gleitmittel
verwendet werden. Im Gegensatz zum Darm besitzt die Scheide keine
Mechanismen, um darin klebende Gleitmittelrückstände wieder
auszuscheiden. Vaseline o.ä. bleiben daher darin kleben und
können Entzündungen begünstigen. Siliconöl (das
Material für die Beschichtung von feuchten Kondomen) ist
flüssig genug, um es in der Scheide zu verwenden und liefert
Mikroorganismen keinen Nährboden. Es kann aber nicht so leicht
ausgewaschen werden und kriecht daher noch längere Zeit aus dem
Körper. Die Entspannung der passiven Partnerin kann durch sanftes
Massieren der Austrittsöffnung der Harnröhre gefördert
werden. Um die gedehnte Muskulatur des Beckenbodens nach vaginalem
Fisting wieder straff zu trainieren gibt es Übungen, die
ursprünglich für Schwangere entwickelt wurden, so genannte
Kegelübungen.
Feeding gag
Ein Knebel,
bei dem das Mundstück aus einem Ring aus Metall oder Kunststoff
besteht, der ungehinderten Zugang zum Mund des Bottoms
gewährleistet. Ist der Ring mehr ein Trichter oder ein Rohr,
sprechen die Engländer eher von einem feeding gag (Fütterungsknebel) oder auch pipe gag (Rohrknebel).
Fesseln – Fesselspiele
Die Arten der Fesselung kann man in fünf Sparten unterscheiden:
Zweckbondage Hierbei geht es tatsächlich darum, den Bottom bewegungsunfähig zu machen, z.B. für Schlagspiele. Unter Zweckbondage fallen nicht solche Fälle, in denen die Fesselung Selbstzweck ist oder den Bottom in eine unbequeme Lage gebracht werden soll.
Zierbondage Hauptaugenmerk liegt auf die Herstellung einer ansprechenden Optik. Besonders die Fesselungen von Willie, John fallen unter dieser Rubrik wie unter die nächste.
Folterfesselung Ziel ist es, den Bottom in eine
möglichst unbequeme Lage zu bringen, z.B. als Strafe. Fesselungen,
die eine hauptsächlich quälende Komponente haben, waren das
erklärte Ziel von Willie, John:
Ich tue nur soviel, wie nötig ist, um Ungehorsam zu bestrafen.
Unbequemlichkeit in Form von Fesselung gehört zur gleichen
Kategorie - doch hierbei hilft es, die Verwirklichung von Hilflosigkeit
zu steigern. Folterfesselungen sind weitaus häufiger in Bildern
und der Literatur
zu finden als im wirklichen Leben. Jede Fesselung, die eine gewisse
Zeit andauert, kann als Form einer Folterfesselung gesehen werden.
Filmbondage Ähnlich wie Filmknebel eine Form der Fesselung, die häufig in Filmen zu sehen ist, weder ästhetisch noch nützlich. In den Bildern von Kroll, Eric tauchen z.B. viele derartige Fesselungen auf, wie überhaupt in Werken, die eher dem Fetischismus zuzuordnen sind.
Meditative Form Im sadomasochistischen Zusammenhang selten. Im Gegensatz zur Folterfesselungliegt
das Augenmerk nicht auf den körperlichen, sondern geistigen
Zustand des Bottoms. Hier sind auch längere Fesselungsdauern
möglich. Eine andere Unterteilung geht bei Seilen nach der Art der Fesselung vor:
Wickelbondage Seile werden einfach um den Körper oder Körperteile gewickelt.
Weaving (to weave engl. weben)
Komplizierte und aufwendige Art der Fesselung, bei dem meist in zwei
Schritten vorgegangen wird: Die Seile werden zuerst in Zickzack-Form
auf den Körper aufgelegt und dann mit einem zweiten Seil
verbunden.
Doppelseiltechnik Seil wird zuerst doppelt genommen, um schnell viele Windungen zu haben. Gegenstück dazu ist die Einzelseiltechnik, die besonders für sichere Formen der Zweckbondage verwendet wird.
Einseiltechnik Die gesamte
Fesselung wird mit einem einzigen Seil durchgeführt. Daneben
werden Fesselungsarten nach dem Material unterteilt, sprich,
Riementechniken, Kettentechniken oder auch Fesselungen mit
Kleidungsstücken wie z.B. dem Monoglove
.Andere Materialien wie Bauschaum (wichtig: die Haut durch Folie vor
dem ätzenden Schaum schützen) oder Gips können dazu
verwendet werden, z.B. jeweils eine Hand und einen Fuss
aneinanderzufesseln. Daneben gibt es noch Details, die eingebracht
werden können. Schon in Joy of Sex wurde das
Zusammenbinden der großen Zehen erwähnt. Ähnlich
verhält es sich auch mit dem Einbeziehen der Ellenbogen. Andere
Formen der Fesselung arbeiten mit einer Änderung der "Sensorik",
sprich, den Gefühlen, die der Bottom von dieser Körperregion
erhält. Beispiel sind kleine Stäbe oder Bleistifte, die
zwischen die Fingern oder Zehen gesteckt werden und in der Form
befestigt werden. Zwar können die Finger bewegt, aber nicht
benutzt werden.
Fetisch
Sexuell erregend empfundener Körperteil, Gegenstand oder Situation ausserhalb des im Mainstream
anerkannten Bereichs. Die Abgrenzung ist nicht eindeutig und soll hier
auch nicht weiter versucht werden. Genitalien, Hintern und Brüste
werden wegen ihres direkten sexuellen Bezugs wegen üblicherweise
nicht zu den Fetischen gezählt. Bei Vorlieben für
Miniröcken und High-Heels
ist vermutlich alleine die Tatsache, dass sie mehrheitsfähig sind
ausschlaggebend dafür, dass sie nicht zu den Fetischen
gezählt werden. Häufige Fetische sind:
Füsse. Fussfetischismus ist sowohl inner- als auch ausserhalb der sadomasochistischen Subkultur recht weit verbreitet.
Haare. Haare als Fetisch waren für die
Sexualwissenschaft des 19. Jahrhunderts ein relativ weit verbreitetes
Thema, sind inzwischen aber wieder aus der Mode gekommen. Dennoch sind
Haare, insbesondere von Frauen, für manche ein Fetischobjekt.
Schuhe:
Sexy Schuhe sind ein Bereich, an dem sich Mainstream und Fetisch
treffen. Spezielle Vorlieben, etwa für Kampfstiefel, Turnschuhe
oder Fesselschuhe fallen üblicherweise in den Bereich des Schuhfetischismus.
Materialien: wie Lack, Leder, Latex oder PVC. Fetischinteressen werden unter gewissen Voraussetzungen von der Medizin und Wissenschaft als Fetischismus,
eine "Störung der Sexualpräferenz" angesehen, auch wenn diese
Einstufung für die meisten Fetischisten unzutreffend sein
dürfte.
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Flag, Flagellation
Geisselung. Von lateinisch flagellarepeitschen, schlagen / FlagellumPeitsche, Geissel. Schlagspiele unter Zuhilfenahme von Schlaginstrumenten,
also nicht nur mit der blossen Hand. Inzwischen ungebräuchlicher
Ausdruck, der sich eher in der älteren Literatur findet.
Gebräuchlicher ist die Abkürzung Flag, die aus dem Englischen übernommen wurde.
Flogger
Eine Riemenpeitsche, die aus vielen dünnen Lederschnüren in der Art einer Katze besteht. Flogger gelten als relativ milde Schlaginstrumente.
Fussschellen
Fussschellen sind ähnlich konstruiert wie Handschellen, haben aber eine leicht andere Form und eine längere Kette zwischen den Knöcheln.
Gender Play
Spiel mit Geschlechteridentitäten, hier kann z.B. Forced Feminization
hingehören. Es scheint deutlich häufiger zu sein, dass
Männer sich in die Frauenrolle zwingen lassen wollen als Frauen in
die Männerrolle.
Geschichte der O
Buch von Réage, Pauline. Im Juni 1954 zum ersten Mal in Frankreich als Histoire d'O
erschienen, erzählt es die Geschichte der freiwilligen
Unterwerfung einer Frau, deren Namen nur mit "O" angeben wird. Das Buch
gewann 1955 den französischen Literaturpreis "Deux Magots", der
für neue und unkonventionelle Bücher vergeben wird.
In dem Buch wird O von ihrem Geliebten Renenach Roissy
gebracht, wo sie wie andere Frauen neben ihr durch ein
ausgeklügeltes System von Folterungen, Erniedrigungen und
Vergewaltigungen sich entsprechend seinen Wünschen zu einem
gehorsamen und demütigen Spielzeug für Männer formen
lässt. Nach ihrer Ausbildung kehrt sie mit ihm nach Hause
zurück, wo Rene sie bald an seinen älteren Freund und
Vaterfigur Sir Stephen
übergibt. Die Figur "Sir Stephen" bezieht ihre Überlegenheit
nicht zuletzt daraus, dass er O mit dem distanzierten "Sie" anredet. Er
verlangt mit grösserer Entschlossenheit als Rene ihre
Unterwerfung, was dazu führt, dass O sich mehr zu ihm als zu Rene
hingezogen fühlt. Sir Stephen lässt O in Samois, einer fortgeschrittenen Version von Roissy, die nur von Frauen geleitet wird, mit einem Branding
und mit Ringen durch die Schamlippen versehen. Das Buch hat zwei
verschiedene Enden, die nebeneinander gestellt werden; in dem einen
wählt O mit der Erlaubnis von Sir Stephen den Freitod.
Golden Shower
Pissspiele, Wassersport, Golden Shower oder Watersports sind einige
gebräuchliche Ausdrücke für die Verwendung von Urin im
erotischen Kontext. Der technische Begriff ist "Urolagnie" oder
"Urophilie".
Halsband
Halsbänder sind eines der am weitesten verbreiteten Spielzeuge. Sie haben in der sadomasochistischen Subkultur zwei Funktionen:
1.) Als klassisches Symbol der Unterwerfung im DS-Kontext
werden sie in der Regel nur von Bottoms getragen. Sie können
"Verfügbarkeit" des Bottoms symbolisieren, oder die
Zugehörigkeit zu einem/einer bestimmten Herrn. Vor allem die kommerzielle Szene,
aber teilweise auch die nichtkommerzielle Szene verwendet
Halsbänder auch bei Tops als Symbol für SM im Allgemeinen.
2) Im Rahmen von Zoomimik (speziell Hundespiele) als rollengerechtes Accessoire oder bei Bondage
um den Bottom zu fixieren. Natürlich sind die mehr symbolische und
die mehr praktische Anwendung nicht immer sauber zu trennen.
Halsbänder werden meist aus Leder, Gummi
oder Stahl hergestellt. Teilweise werden einfache aus dem
Tierzubehörhandel verwendet, teilweise auch aufwendig
massangefertigte. Speziell für SM-Zwecke hergestellte
Halsbänder haben häufig einen oder mehrere D-Ringe,
an denen zum Beispiel die Hände mit Karabinern befestigt werden
können. Da Halsbänder einen der empfindlichsten Teile des
Körpers umfassen sollte eine gewisse Vorsicht in ihrer Anwendung
walten: sie dürfen nicht so eng sein, dass sie auf Dauer die
Blutversorgung des Kopfes oder die Zufuhr von Atemluft unterbinden und
sollten möglichst nicht zum Fixieren eines stehenden Bottoms zum
Einsatz kommen. Sackt dieser aus irgendwelchen Gründen weg, dann
stranguliert er sich leicht am Halsband. Im DS-Bereich, vor allem der Old Guard
ist die Verleihung des Halsbands an den Bottom ein ritueller Akt, mit
dem der Top von jenem Besitz ergreift. Zu diesem gehört manchmal
auch, dass das Halsband weiterhin dem Top gehört; bei einer
eventuellen Trennung bleibt es weiterhin in seinem Besitz.
Handcuffs – Handschellen
Beliebtes Fesselmaterial, das das Entkommen des Bottoms bei sachgerechter Handhabung zuverlässig verhindert. H haben neben der praktischen Nutzanwendung für Fesselspiele
einen hohen symbolischen Wert, da sie Phantasien über Polizei und
Staatsgewalt auslösen können. Handschellen sollten nur in der
double locking (feststellbaren)-Form
verwendet werden. Bei dieser Form wird durch ein Entgegendrehen des
Schlüssels oder einen am Schlüssel angebrachten Dorn der
Mechanismus derart blockiert, dass die Schellen sich nicht engerstellen
können. Dies verhindert, dass sie ungewollt und unbemerkt so lange
enger werden, bis sie Schäden an Nerven anrichten oder die
Blutversorgung unterbrechen.
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Harness
Engl. für Gurtzeug oder Geschirr. Im Sadomasochismus meist in
Bezug auf besondere, gekreuzte Lederbänder, die um den
Oberkörper getragen werden, oder auf die Haltegürtel für
Strap-on Dildos.
1) Ursprünglich der schwulen Subkultur entstammen Geschirre, die aus Leder
gefertigt und um den Oberkörper getragen werden. Sie bestehen aus
mindestens zwei Riemen; diese verlaufen jeweils von einer Schulter
schräg über die Brust und über den Rücken wieder zu
der Schulter und kreuzen sich daher vor dem Brustbein und über der
Wirbelsäule. Meist sind sie an den Kreuzungsstellen durch
Schaukelringe verbunden. Neben dieser einfachen Form gibt es auch
Geschirre, die einen Penisring
mit Hilfe eines senkrecht verlaufenden Schrittriemens integrieren.
Diese Geschirre werden sowohl von Top als auch von Bottom getragen, sie
drücken die Zugehörigkeit zur Lederszene aus und sind
inzwischen auch in der heterosexuellen Subkultur angekommen.
2) Gürtel mit Schrittriemen und einem Cock Ring oder Stoffdreieck,
in dem ein Dildo befestigt werden kann. Durch diese Vorrichtung kann
eine Frau eine andere Frau oder einen Mann ficken. Wird meist als
Dildoharness bezeichnet. Es gibt auch Formen, die am Oberschenkel oder
einem Stiefel befestigt werden.
3) Zaum- und Gurtzeug im Bereich von Ponyspielen.
High Heels
Engl. für Schuhe mit hohen Absätzen.
High-Heels betonen durch die dem Körper aufgezwungene Haltung den
Hintern, sorgen für ein Hohlkreuz und verlängern die Beine
optisch. Daher sind sie auch ausserhalb des Sadomasochismus ein
beliebtes Attribut für Weiblichkeit. Die Vorliebe für
High-Heels steht auf der Grenze zwischen weit verbreiteten
Kleidungsvorlieben und Fetischismus. Eine besonders extreme Form von High Heels, bei denen der Absatz ungefähr so hoch ist wie der Fuss lang sind die sog. Ballet Heels, die als Fetischobjekt an sich oder als Fesselschuhe von einem Teil der sadomasochistischen Subkultur geschätzt werden.
Hodenring
Ring aus Stahl, Gummi oder Leder, der um den Hodensack gelegt wird.
Teilweise wird auch der Penis durchgesteckt. Ein Hodenring wird
angezogen, indem erst ein Hoden, dann der andere durch den Ring gezogen
wird. Der Penis kann nur im nicht erigierten Zustand mit durchgezogen
werden. Ein Hodenring erzeugt ein Gefühl des Gewichts und Drucks
auf die Hoden, das sehr erregend sein kann. Das Tragen eines Rings kann
auch ein Besitzverhältnis verdeutlich. Hodenringe werden in
verschiedenen Breiten gefertigt, teilweise mit Schloss (diese sind dann
enger und werden nicht über die Hoden angezogen), teilweise in
einer extra schweren Ausführung, die den Zug auf die Hoden
verstärkt.
Hängefesselung
Es handelt sich um Fesselungen, die das Opfer in eine hängende
Position bringt: waagrecht oder senkrecht, mit dem Kopf nach oben oder
nach unten, verschnürt wie ein Paket, verpackt in einem
Bondagesack, aufgehängt an einem Fesselgeschirr. Engl.: Suspension bondage. Diese Form der Bondage ist eher für Fortgeschrittene, da Fehler den Bottom gesundheitlichen Risiken aussetzen können. Eine gründliche Information (z.B. im Bondagehandbuch1)
und am Besten der Besuch eines Workshops, in dem Fragen an jemandem mit
Suspension-Erfahrung gestellt werden können, ist ratsam.
Japanbondage
Aus Asien insbesondere Japan stammende Schule der Fesselspiele bei der versucht wird, Körper und Fesselmaterial
zu einem möglichst ästhetischen und harmonischen Ganzen zu
verbinden. Japan oder Asian Bondage wird in seiner Reinform
ausschliesslich mit Seilen
durchgeführt, die in Japan auch meist aus Jute oder Hanf zu sein
scheinen. Es existieren einige Standardfesselungen. Mit Asian Bondage
verbindet man oft den rope dress, also Stricke, die auf
weitgehend festgelegte Art und Weise um den Torso des Bottom gelegt
werden, so dass Muster entstehen, die auch nach der Fesselung auf der
Haut sichtbar bleiben. Die beiden bekanntesten sind Diamondund Box,
beide werden gut in Büchern beschrieben und sind in der Grundform
einfach zu erlernen. Der Ursprung der Asian Bondage wird teilweise in
mittelalterlichen Klöstern Japans vermutet, da sie als Form der
Meditation gesehen werden kann.
Kabelbinder
Hauptsächlich für Handgelenke oder Finger verwendet, in
US-amerikanischen Filmen sieht man sie oft bei der Polizei im Einsatz.
Eignen sich gut für die schnelle Festnahme zwischendurch, sind
aber von der Sicherheit
fraglich, da sie ohne ein Schneidewerkzeug nicht zu öffnen sind.
Abgeschnürtes Gewebe neigt dazu, anzuschwellen und dünnes Fesselmaterial wie Draht, Gummibänder
und eben K so zu verbergen, dass es für Zangen unzugänglich
wird. Die im Elektronikhandel erhältlichen Kabelbinder sollten
nicht unbedingt verwendet werden, da sie scharfkantig sind; es gibt
speziell für den Einsatz am Menschen hergestellte.
Käfig
Käfige dienen als Mittel, das auf augenfällige Weise die
Bewegungsfreiheit beschneidet. Sie lösen Assoziationen sowohl an
die Tierhaltung als auch an Gefängnisse aus. Käfige sind
relativ teuer und aufwändig in der Anfertigung und zählen
daher nicht zu den Standardspielzeugen der nichtkommerziellen Subkultur
- auch wenn sie auf sehr viele Sadomasochisten einen hohen Reiz
ausüben. Sie gehören zur Grundausstattung sadomasochistischer
Clubs.
Karabiner
Auch Feuerwehrhaken, Stahlring, der sich an einer Seite
öffnen lässt. Da sich Karabiner sehr schnell öffnen
lassen, auch, wenn es sein muss, vom Träger selbst, gehören
sie zu den häufigsten Fesselmaterialien,
wenn auch zu den unbesungenen. Sie erlauben die Verbindung von Ketten
oder Ösen an Seilen, wobei eine Feder dafür sorgt, dass sie
sich nicht aus Versehen öffnen.
Karbatsche
Die Karbatsche (türkisch-tschechisch) ist eine geflochtene, bis zu
5m lange Riemen-Peitsche. Sie war ursprünglich aus Leder,
teilweise auch aus Hanf. Ausserhalb des Sadomasochismus wird sie
weiterhin verwendet:
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Kastration
Unfreiwillige Kastration ist im Lauf der Geschichte an Gefangenen,
Sklaven und im Krieg immer wieder angewandt worden um die Opfer zu
demütigen, ihre Aggressivität zu vermindern oder sie als
Eunuchen an der Fortpflanzung zu hindern. Auch freiwillige Kastration
wird - überwiegend von Mönchen - aus früheren Zeiten
überliefert. Das Ausmass der Kastration kann unterschiedlich sein,
bei Männern können im minimalen Fall nur die Hoden entfernt
oder durch Strahlung bzw. Medikamente ausgeschaltet werden, im
Extremfall werden die Genitalien komplett entfernt. Auch Frauen
können kastriert werden, wobei mindestens die Eierstöcke
entfernt werden, im Extremfall auch Klitoris, Schamlippen oder sogar
die Vagina.
Kastration bei Männern wirkt sich dämpfend oder sogar
vernichtend auf den Geschlechtstrieb aus, wenn die fehlenden Hormone
(die normalerweise im Hoden produziert werden) nicht ersetzt werden.
Bei Frauen ist der Effekt nicht so eindeutig, es kommt jedoch zum
vorgezogenen Eintritt der Wechseljahre. Teilweise berichten Frauen nach
einer Entfernung der Eierstöcke von sinkendem, teilweise von
steigendem Interesse an Sex. Kastration als extreme Form von Genitalfolter
ist unter Sadomasochisten eine nicht seltene Phantasie, die von einigen
wenigen auch in die Tat umgesetzt wird. Dies geschieht nicht selten als
Opfer, das dem Top gebracht wird. Insgesamt gibt es jedoch wenige, die
eine Umsetzung auch wirklich anstreben.
Da gerade für Männer eine Kastration eine der am
stärksten angstbesetzten Vorstellungen ist (ähnlich wie eine
Vergewaltigung für Frauen) kann eine Scheinkastration im Spiel
eine sehr mächtige Angst/Lust Gratwanderung sein.
Katze
Peitsche, die aus mehreren bis vielen Geisseln an einem festen Griff besteht (auch Riemenpeitsche genannt) und für Schlagspiele eingesetzt wird.
Kaviar
Begriff für Spiele, die mit Kot zu tun haben
Koprophilie
Essen von Kot. Gehört zur Koprophilie.
Für den sexuellen Reiz der Koprophagie gibt es verschiedene
Erklärungen; die individuellen Motivationen können ganz
unterschiedlich aussehen:
Vielen bereitet es Vergnügen, sich gegen die Sauberkeitserziehung aufzulehnen, der sie als Kind unterworfen wurden.
Das Essen von Kot verstösst gegen diverse Tabus; dieser Tabubruch kann lustvoll erlebt werden.
Das Essen von Kot kann mit der totalen Unterwerfung unter einen Partner
/ eine Partnerin gleichgesetzt werden, und es bedeutet gleichzeitig das
totale Akzeptieren des Partners / der Partnerin, wenn man so seine
Liebe für alle Funktionen und Produkte des fremden Körpers
kundtut.
Für viele Bottoms
bedeutet es eine ultimative Demütigung, zum Essen des Kots des
Partners gezwungen zu werden. Koprophagie ist auf keinen Fall als safe
anzusehen: das Übertragungsrisiko von AIDS, Hepatitis, Lamblien
und zahlreichen anderen Erkrankungen ist hoch.
Kerzen – Kerzenwachs
Kerzenwachs ist meist ein Gemisch aus Stearin, Paraffin und
gehärteten Fetten, evtl. noch mit Zusätzen wie
Parfümölen, Farbstoffen und Metallstaub. Durch Kerzenwachs,
das man auf die Haut des Bottoms träufelt, lassen sich
Empfindungen zwischen einem angenehmen Wärmegefühl und
heftigen Schmerzen hervorrufen. Wichtig für das Verhalten des
Wachses sind dabei zwei Faktoren: Die Temperatur und die Fähigkeit
zur Wärmespeicherung. Die Temperatur von flüssigem Wachs
liegt immer zwischen der Schmelztemperatur und der Temperatur, bei der
es verdampft. Das Wachsgemisch in Grablichtern enthält einen hohen
Ölanteil und sein Schmelzpunkt liegt kaum über
Körpertemperatur, was diese Kerzen für erste Versuche
empfehlenswert macht. Flüssiges Bienenwachs ist heißer als
das Wachs anderer Kerzen, wodurch es viel leichter zu Verbrennungen
führt. Farb- und Duftstoffe im Wachs können ebenfalls zu
einem höheren Schmelzpunkt bei Kerzen führen, deshalb sollten
bunte oder parfümierte Kerzen entsprechend vorsichtiger getestet
und verwendet werden. Werden grössere Mengen Wachs in einem
Gefäss geschmolzen, steigt die Gefahr von Verbrennungen, da zum
einen eine viel grössere Wärmemenge von der Haut verkraftet
werden muss, zum anderen die Temperatur deutlich höhere Werte als
bei einer brennenden Kerze erreichen kann. Während bei einer Kerze
nur der brennende Docht das Wachs flüssig hält ist bei der
Erhitzung in einem Gefäss die Wärmezufuhr viel
grossflächiger, wodurch die Temperatur näher an dem
Verdampfungspunkt liegt als bei einer Kerze. Die Wärmespeicherung
ist ein Mass, wie schnell die Wachssorte Wärme wieder abgibt.
Normales Wachs kühlt sich rasch ab, meist reicht die Fallstrecke
zwischen Kerze und Haut aus, um die Temperatur auf ungefährliche
Werte zu senken. Auch hier ist bei Kerzen mit Farb- oder Duftstoffen
Vorsicht geboten. Aufgrund der wechselnden Zusammensetzung lassen sich
geeignete und weniger geeignete Kerzen kaum bestimmen; es empfiehlt
sich, mit jeder neuen Kerzensorte in grosszügig bemessener Distanz
zum Körper zu beginnen und sich langsam an den richtigen Abstand
heranzutasten. Ausser dem Kopf (wegen der Augen und Ohren) und dicht
behaarten Regionen kann Wachs an allen Körperteilen angewendet
werden - inklusive der Schleimhäute der Genitalien. Hierbei sollte
die Entfernung jedoch entsprechend variiert werden, da Hitze an
empfindlichen Stellen viel intensiver wahrgenommen wird. Für die
Entfernung von Wachs von behaarten Hautpartien gibt es diverse
Methoden, von bestimmten Haarbürsten für Tiere bis hin zu
Babyöl. Durch Rasur vor dem Spiel kann das Ziepen bei der
Wachsentfernung umgangen werden. Die Wachstropfen können
natürlich auch mit einer Gerteabgeschlagen
werden - hierbei werden die Wachspartikel allerdings im weiten Umkreis
verteilt. Die üblichen Bestandteile von Kerzenwachs sind
toxikologisch unbedenklich, auch auf Schleimhäuten.
Klettverschlüsse
Alternative zu Knoten und Riemen bei Fesselspielen.
Klett besteht aus zwei Flächen, von dem die eine mit kleinen
Nylonhaken, die andere mit Nylon - Ösen beschichtet ist. K hat den
Vorteil, dass er stufenlos auf jede Größe angepasst werden
kann, und im Notfall schnell zu öffnen ist, ohne dass der Bottom sich selbst befreien könnte. Klett ist in Scherrichtungsicher, versagt aber beim Zugin
senkrechter Richtung ("peel off"). Auf einer Fläche von 2 mal 5 cm
soll eine Last von ca. 400 kg gehalten werden können. Ein Nachteil
von Klett ist seine Neigung, leicht zu verdrecken, deshalb sollten
Klettverschlüsse geschlossen gelagert werden. Die
handelsüblich erhältlichen Klett sind meist in Breiten von 1
bis 4 cm zu erhalten. Ein regelmässig benutzter Klettverschluss
hat schätzungsweise eine Lebenserwartung von einem Jahr.
Klinik – Sex- Weisse Liebe
Rollenspiel, in dem der Bottom meistens als Patient, der Top als Arzt oder Krankenschwester handelt.
Die "medizinischen" Behandlungen können unterschiedlichen Charakter haben:
Fürsorglich: Eine Schwester versorgt z.B. ein Baby (Age Play), gibt ihm die Flasche und wechselt die Windeln.
Erniedrigend: Z..B. rektale Temperaturmessungen,
Untersuchungen der Geschlechtsteile (bei Frauen insbesondere
Untersuchungen der Scheide mittels Spekulum), anale Untersuchungen mit
Finger oder Anal-Spekulum, Kathethrisierung, Klistiere.
Schmerzhaft: z.B. Schneidespiele als symbolische Operationen, Strafeinläufe.
Ohne DS-Kontext, um dem Bottom die Erfahrung eines intensiven Körpergefühls zu geben, z.b. Nadeln oder Infusionen.
Typische Möblierung bei Klinikspielen ist der Gynäkologische
Stuhl, der es Bottom nicht erlaubt, den Zugriff auf seine Genitalien
abzuwehren und die Anstaltsliege.
Lack
Beliebtes Material für Fetisch-Kleidung.
Lackstoff besteht aus normalem Textilgewebe, das mit gefärbtem
Polyurethan beschichtet wird. So entsteht ein glänzendes, farbiges
Material, das weniger umschliesst als Latex, allergiefrei ist, sich aber dennoch außergewöhnlich anfühlt und aussieht.
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Latex
Beliebtes Material für Fetisch-Kleidung,
Einmalhandschuhe und Kondome. Es besteht aus dem geronnenen und
weiterverarbeiteten Saft des Gummibaums (Kautschuk). Latex wird im
Fetischbereich nur gefärbt verarbeitet, ist dehnbar,
wasserundurchlässig und legt sich sehr eng an den Körper an.
Dieser von manchen als unangenehm beschriebene Effekt wird von den
meisten Trägern von Latex-Kleidung sehr geschätzt. Etwa
sieben Prozent des Krankenhauspersonals reagieren allergisch auf Latex.
Ursache dafür sollen natürliche Eiweisse aus dem Kautschuk
sein. Daher sind die Anbieter von Latex-Kleidung und hochwertigeren
Kondomen in den letzten Jahren dazu übergegangen, synthetisches
Latex zu verwenden, da es die Allergie-Probleme deutlich vermindert.
Latex-Kleidung muss gepflegt werde, damit sie nicht spröde und
brüchig wird. Dazu gehört, dass sie nach dem Tragen im
Waschbecken mit etwas Shampoo kurz gewaschen, ausgespült und dann
zum Trocknen gehängt werden (oder im Wäschetrockner auf
Kaltluftstufe getrocknet). Die Lagerung muss im Dunklen, möglichst
kühl und mit Talkum eingepudert erfolgen, damit sie nicht
verkleben. Um die Oberfläche mit ihrem speziellen matten Glanz zu
bewahren kann man die Kleidung mit etwas Puder in den
Wäschetrockner geben und eine paar Minuten laufen lassen. Wird
Hochglanz bevorzugt, dann kann man sie mit
Silikonölpräparaten abreiben, oder mit speziellen Latexsprays
einsprühen. Latexkleidung kann nicht einfach wie Stoff angezogen
werden, da sie in der Regel sehr eng anliegen soll und das Material
nicht auf der Haut gleitet. Daher wird entweder die Kleidung innen mit
Talkum eingepudert oder aber mit Latex-Gleitmittel eingerieben und dann
nass angezogen.
Leder
Leder ist, ähnlich wie die Farbe Schwarz und die Gerte zu einem Symbol des SM sowohl für die sadomasochistische Subkultur als auch für Vanilles geworden.
Mit den schwulen Motorradclubs entstanden die ersten SM-Organisationen der Nachkriegszeit Aus der Lederschutzkleidung der Biker
entwickelte sich eine ganz eigene Formensprache, die von einer Betonung
der maskulinen Attribute geprägt ist. Hieraus leiten sich Begriffe
wie Ledermann,
Leathersex und Lederclub ab. In der jüngeren, vor allem der
heterosexuellen sadomasochistischen Subkultur wird die Uniformierung in
schwarzem Leder von vielen abgelehnt, Nichtsdestotrotz ist es der Dress Code vieler SM-Partys.
Leder ist als Material für Peitschen und Fesseln von Natur aus
geeignet. Es ist unabhängig von der Richtung der Belastung
reissfest, leicht zu vernähen und leicht erhältlich. Eine
Eigenschaft von Leder, die man hierbei im Hinterkopf behalten muss, ist
dass nasses Leder dazu neigt, sich zusammenzuziehen, wenn es trocknet.
Fesseln, die im trockenen Zustand ohne Probleme passen und dann nass
werden, können unter Umständen zu eng werden. Leder wir
heutzutage auch ausserhalb der SM Szene gerne und oft getragen, da es
ein sehr angenehmen Traggefühl hat und sich weich an die Haut
anschmiegt.
Manga
Name für Comics aus Japan,
1815 von dem japanischen Zeichner Hokusai geprägt. Als Industrie
entstanden nach dem Zweiten Weltkrieg als Lehrmittel für Kinder,
sind sie inzwischen für jede Altersgruppe und mit jedem Inhalt zu
finden. Ein Drittel der japanischen Druckerzeugnisse sind Comics,
allein 1986 wurden über 1.5 Milliarden Comic-Magazine und
Bücher verkauft. Japan verbraucht mehr Papier für die
Herstellung von Comics als für Klopapier. Interessant sind Mangas
und besonders ihre Zeichentrickversionen Anime
wegen der völlig anderen Einstellung der Japaner zum
Sadomasochismus. Zwar sind die Klassiker der japanischen Bondage-Comics
(noch) nicht übersetzt worden, teilweise wegen westlicher
Zensurbestimmungen, aber mit BondageFairies wurde ein Anfang gemacht und es ist vermutlich nur eine Frage der Zeit, bis mehr nachkommen.
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