Das Kondom
Allgemein
Das Kondom, auch „Pariser",
„Verhüterli", oder einfach nur „Gummi"
genannt, zählt man zu den
sogenannten Barrieremethoden.
Neben
dem Zweck der Verhütung besitzt es noch
viele weitere Vorteile: Es dient als Schutz gegen
Geschlechtskrankheiten (z.B.
Syphilis, Hepatitis B, Herpes Genitalis, Gonorrhoe und AIDS), ist
rezeptfrei
erhältlich und einfach zu besorgen, z.B. in Automaten,
Supermärkten.
Toiletten, Drogerien, Apotheken
etc.
Kondome guter Qualität sind mit dem
dlf-Prüfzeichen und einem Haltbarkeitsdatum versehen, nach
dessen Ablauf es
aufgrund der unzureichenden Sicherheit nicht mehr verwendet werden
sollte.
Jedoch kann die tatsächliche Haltbarkeit, die u.a. von den
Lagerbedingungen
abhängig ist, erheblich verkürzt werden: Kondome
sollten lichtdicht verpackt
sein und möglichst kühl gelagert werden. Sie sollten
auch auf keinen Fall mit
Fett oder Öl in Kontakt kommen. Diese Einflüsse, aber
auch Hitze und Licht, können
das Kondom porös machen. Demzufolge dürfen nur
spezielle, wasserlösliche
Produkte als Gleitmittel verwendet werden. Empfehlenswert sind Kondome
mit
Reservoir und sogenannter Befeuchtung (Silikonöl).
Zum
Schutz vor Infektionskrankheiten
empfiehlt es sich besonders für die Frauen und
Männer, die mit einem neuen
Partner oder mehreren Partnern verkehren. Gerade in unserer heutigen
Gesellschaft ist Partnerwechsel kein Tabuthema mehr. Laut einer Umfrage
des
Musiksenders MTV haben Jugendliche im Alter zwischen 16 und 24 im
Durchschnitt
schon mit 9,1 Sexualpartner verkehrt.
SAFER SEX ist also die Devise!
Der
Gebrauch von Kondomen sollte für den
gepflegten, verantwortungsbewussten Mann von heute genauso
selbstverständlich
sein wie seine tägliche Rasur oder saubere Wäsche. Es
gibt sie mittlerweile in
allen möglichen Farben und Formen, ob nun mit Noppen oder
Erdbeergeschmack.
Handhabung
Auch wenn die Benutzung des Kondoms einfach
scheint, sollte sie gewissenhaft durchgeführt werden. Um einen
Verhütungsschutz
gewährleisten zu können, darf das Kondom nicht mit
scharfen Gegenständen,
Fingernägeln oder Ringen in Berührung gebracht
werden. Hemmungen und falsche
Scham beider Partner könnten die Wahrscheinlichkeit von
Anwendungsfehlern noch
zusätzlich erhöhen.
Nicht
das Zerreißen oder Platzen sind die
häufigsten Gründe für das Versagen von
Kondomen, sondern die falsche Handhabung
beim Aufziehen. Um eine möglichst hohe Sicherheit des Kondoms
zu gewährleisten,
sollte man(n) bei der Anwendung genau nach der Gebrauchsanweisung aus
der
Packung vorgehen.
Hier
hat nun jeder die Chance, sich in
aller Ruhe auch
über mögliche
Alternativen zu informieren, und gleichzeitig einen Arzt oder eine
Familienberatung hinzuzuziehen.
Nebenwirkungen
Bei der Anwendung von Kondomen sind keine
schädlichen Neben- und Nachwirkungen bekannt. Es kann
allerdings in seltenen
Fällen, d.h. etwa 2% der Bevölkerung, zu einer
Latexallergie kommen. Der
Gebrauch von Kondomen oder die im medizinischen Bereich verwendeten
Einmalhandschuhe können eine allergische Reaktion
auslösen. Für Latexallergiker
gibt es deswegen speziell synthetisch hergestellte Kondome, die in
Erotikshops
erhältlich sind.
Historisches
Wie das Kondom zu seinem Namen kam, ist bis
heute nicht eindeutig geklärt. Sein Erfinder soll angeblich
ein berühmt
berüchtigter Arzt namens Dr. Condom am Hofe des englischen
Königs Charles II.
(1660-1685) gewesen sein. In einer zeitgenössischen Sammlung
steht geschrieben:
"Bollwerk gegen die Lust und ein Spinnweb gegen die Gefahr". Der
Gebrauch von Kondomen wurde durch Staat und Kirche geächtet,
da es als eine
unnatürliche Methode der Familienplanung angesehen wurde.
Damals setzte man sie
zur Schwangerschaftsverhütung ein, obwohl sie
ursprünglich aber als Schutz
gegen sexuell übertragbare Krankheiten entwickelt wurden. Im
17. und 18.
Jahrhundert wurden die ersten Kondome aus Blinddärmen von
Schafen und Ziegen
hergestellt, was aber durch den hohen Preis und die häufige
Unzuverlässigkeit
keinen Erfolg einbrachte.
Heutzutage
wird Latex, die Milch des
Latexbaumes als Herstellungsmaterial verwendet.
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