Wie in unserem Ratgeber Orgasmus schon beschrieben, genießen Frauen und Männerihren Lustgipfel auf verschiedener Weise. Männer streben ihren Orgasmus beimMasturbieren meistens sehr schnell an. Da Männer visuell leicht erregbar sind,genießen sie bevorzugt das Betrachten von Pornovideos, -heftchen und–webseiten. Durch unterschiedlichen Druck und Schnelligkeit der Reizungerreichen sie schnell einen Punkt, wo sie nicht mehr zurück können(Point-of-no-return). Mit viel eisernem Willen kann man an diesem Punkt denOrgasmus abbremsen und nach einer kurzen Erholungspause neu mit dem Spielbeginnen. Nach dem Orgasmus werden Männer schnell lustlos und oft müde.
Frauen hingegen brauchen im Vergleich etwas länger, um zum Orgasmus zugelangen. Einen großen Faktor spielen Umgebung, Atmosphäre und Phantasie. VieleDamen mögen keine Pornos und berichten von einem Kopfkino mit erregendenVorstellungen und Phantasien, die sie ihrem Partner nur selten und ungern Preisgeben. Auch zärtliches Streicheln und verwöhnen spielen eine große Rolle. DerOrgasmus kommt meistens nach einem ausdauerndem Liebesspiel, der durchaus einehalbe Minute oder länger anhalten kann. Oft verspürt die Frau nach demLustgipfel noch immer Lust und nach einer kleinen Atempause geht es in diezweite oder dritte Runde.
Gefahrender Masturbation
Durchgesteigerte sexuelle Erregung kann es bei der Masturbation schnell zu leichtenoder schwereren Verletzungen kommen.
Dabei sei insbesondere die Selbstbefriedigung mit Werkzeugen,Haushaltsgegenständen (Vasen, Flaschen) oder SM-Sexspielzeugen und –praktikengenannt. Insbesondere sollte minutenlanges, starkes Abbinden oder Abdrücken vonKörperteilen stets mit Bedacht angewandt werden. Vorsicht ist auch bei Nadeln,Messer und anderen verletzenden Gegenständen geboten. Bei analen Spielartensollte an die Peristaltik (wellenartige Darmbewegung) gedacht werden. Schnellist ein vermeintliches Sexspielzeug im Darm verschwunden und muss medizinischentfernt werden.
Masturbierenin der Partnerschaft
Wieschon Einleitend geschildert, ist Selbstbefriedigung noch immer ein großesTabu. In Ehe oder Partnerschaft trauen sich insbesondere viele Männer nicht,offen zuzugeben, dass sie sich heimlich in der Nacht, bei Abwesenheit der Fraubei Ihrem Einkaufsbummel, am „Arbeits“computer oder im Hobbykellerselbstbefriedigt haben. Meistens möchten die Männer ihre Partnerin nichtkränken oder möchten Konflikten aus dem Wege gehen. All zu oft ist die ersteReaktion der Partnerin: „Genüge ich Dir etwa nicht mehr?“ oder „Findest Du michnicht mehr attraktiv?“
Die Ursachen liegen jedoch meistens in einem nicht mehr allzu aktivemSexualleben des Paares. Da Männer in der Regel alle zwei bis drei Tage„Erleichterung“ brauchen, gibt sich die Frau in der Regel mit zwei bis vier Malim Monat zufrieden. Primär steht bei der Frau Kuscheln und die Nähe desPartners vor dem Sex. Die meisten Männer werden bei direkter Frage derPartnerin auch verneinen, dass sie sich gelegentlich Lust verschaffen. Andieser Stelle möchten wir unseren Leserinnen auf den Weg geben, Männern dieFreude nicht zu nehmen. Immerhin ist es kein Fremdgehen und auch keinheimlicher Besuch in einem Rotlicht-Etablissement. Wir begründen dieseVerhaltensweise mit biologischen Ursachen.
Uns wurden aber auch Informationen zugetragen, dass es auch eine nichtunerhebliche Anzahl von Frauen gibt, die heimlich masturbieren. Ihre Männerhaben Erektionsprobleme und / oder Lustmangel - z.B. durch Sorgen oderberuflichen Stress.
Allgemein ist Masturbieren in der Partnerschaft für die Beziehung nicht gefährlich.Wenn sich der Mann jedoch derart regelmäßig masturbiert, dass er keine Powermehr für die Frau hat, ist ein Umdenken unbedingt notwendig. Wir empfehlen,dass sich der betroffene Herr durchaus Appetit holen kann, den Orgasmus jedochunterdrücken sollte. Wir raten allen betroffenen Paaren, das persönlicheGespräch mit dem Partner zu suchen und durch Verständnis und Diskussion etwaigeKonflikte oder Missverständnisse beizulegen.
Masturbierenals Single
Singles masturbierennatürlich, weil sie gerade Lust auf sich haben und sollten diesen Drang inkeinster Weise aus moralischen Gründen unterdrücken. Im Gegenteil! Wenn manweiß, wie sich welche Regionen des eigenen Körper anfühlt, kann man sich beigefundenem Partner viel mehr Treiben lassen und hat mehr Spaß am Sex.Insbesondere ein nicht unerheblicher Anteil junger Damen empfindet esunanständig, den eigenen Körper zu berühren, geschweige einen Orgasmus zuerstreicheln.
Auch Singles brauchen keine psychischen Folgen durch Selbstbefriedigungbefürchten, solange sie die Partnersuche nicht aufgeben und die Masturbationals einzigen Ausweg sehen.
In diesem Sinne wünschen wir allen Masturbanten viel Spaß mit sich selbst undhoffen, Euch hat der Ratgeber gefallen.
Love yourself!