SM – Lexikon 1

SM & Fetisch Lexikon 1

Die Welt des SM & Fetisch ist nicht allen gängig und deshalb haben wir hier einige Informationen und ein kleines Lexikon zusammengestellt:

SM-Spiele müssen nicht immer hart sein. Dominanz kann sadistisch sowie psychologisch in Form von Rollenspielen ausgeübt werden. Wir gehen immer davon aus, dass die Spielpartner sich respektieren und achten sowie die Ziele des Spieles vereinbart wurden. Nach dem Motto SSC = Safe, Sane und Consensual.
Allgemein: SM-Artikel und Spiele werden immer im gegenseitigen Einvernehmen benutzt/gespielt.

Was ist Sadomasochismus überhaupt?

„Sadomasochismus“ ist ein Dachbegriff für eine Vielzahl verschiedener sexueller Neigungen und Vorlieben, die sich alle irgendwie auf erotische Art mit Macht und Ohnmacht, Schmerz und Hingabe beschäftigen. Zu diesem Sammelsurium gehören zum Beispiel Fesselspiele („Bondage“), Schlagspiele („Flagellation“) und Rollenspiele.
Was genau den Sadomasochismus beschreibt, ist nicht klar definiert. Sadomasochisten selbst sprechen von „safe, sane, and consensual“ (sicher, mit gesundem Menschenverstand, freiwillig). Der US-Wissenschaftler Weinberg spricht von „erotic, recreational, and consensual“ (erotisch, zur Erholung, freiwillig). Der wichtigste Punkt ist bei beiden die unbedingte Freiwilligkeit („Konsensualität“) aller Teilnehmer. Diese Freiwilligkeit ist sozusagen die goldene Regel des Sadomasochismus.

Top und Bottom „spielen“ miteinander?

In der Subkultur spricht man häufig von einem „Spiel“ oder einer „Session“. Damit ist kein Kinderspiel gemeint, sondern die Tatsache, dass das freiwillig vereinbarte Machtgefälle wieder verlassen werden kann. Das Wort „Spiel“ zeigt auch klar die Ablehnung von Gewalt.
Nur während eines Spiels erhält der Top Macht über den Bottom, weil sie ihm vom Bottom gegeben wird. Sonst sind beide gleichberechtigt. Es gilt der Spruch: Alle Sadomasochisten sind gleich, nur während des Spiels sind einige gleicher als andere. Im Alltag gehen wir nicht anders miteinander um als andere Menschen auch.
Ein Spiel kann von dem Top oder Bottom durch ein spezielles Codewort (das „Safeword“) abgebrochen werden. Das ist nicht nur eine Vorsichtsmassnahme für Notfälle, sondern auch eine der Garantien für die Freiwilligkeit. In den deutschsprachigen Ländern wird als Safeword oft „Mayday“ benutzt.

Brauchen Sadomasochisten ihre Praktiken zwingend zur Befriedigung?

Sadomasochisten können wie alle Menschen auf die verschiedensten Wege zum Orgasmus kommen, unsere Art macht uns einfach am meisten Spass. Daher sehen wir auch nicht ein, warum wir etwas anderes machen sollen, nur weil das der Mehrheit mehr Spass macht. Jedem das Seine.
Allerdings geht SM für viele Sadomasochisten über das blosse Sexuelle hinaus: Es kann als körperliche oder geistige Herausforderung, eine Form der Selbsterfahrung, Bastelstunde, spirituelles Erlebnis oder Spass am Rollenspiel sein. Es wäre falsch anzunehmen, dass jedes Spiel mit dem Geschlechtsakt endet.

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Kleines Lexikon:

Abbinden
Hierbei werden z.B. Brust oder Hoden mit Seilen, Lederbändern und ähnlichem abgebunden.

Absprache
Besonders bei sich unbekannten Spielpartnern ist die Kommunikation vor einer Session wichtig. Hier sollten zumindest die Vorlieben (bzw. Abneigungen) und die medizinischen Voraussetzungen geklärt werden.
Wichtig: unbedingt ein Safewort ausmachen, welches bei Problemen von beiden Seiten zum Abbruch des Spieles genutzt werden kann.
Aktiv / Aktiver
Andere Bezeichnung für den Top, also den aktiv Spielenden. Das Gegenstück ist Passiv oder Bottom.

Asia Bondage
Gemeint ist japanische Bondage. Eine Seil und Fesseltechnik die oftmals auf viel Ästhetik wert legt und oftmals in einer Hängebondge endet.

Aufspannen
Aufspannen von Gliedmaßen
Buttom wird z.b. auf einer Streckbank an Händen und Füßen befestigt und dann gestreckt.

Automasochismus
Selbst zufügen von Schmerzen (oft als Experiment oder in Ermangelung eines geeigneten Partners/ Partnerin) oder als Mittel zur Selbstbefriedigung. Atemkontrollspiele sind dabei die häufigste Todesursache (Auto Erotic Deaths) bei autoerotischen/ automasochistischen Praktiken von Sadomasochisten, da hierbei der Carotis-Sinus Reflex ausgelöst werden und die erforderliche rasche Hilfe nicht geleistet werden kann.
Also hierbei kein Selbstversuch ohne der Anwesenheit einer zweiten Person.

Bastinade
Schläge auf die Füße, vornehmlich die Sohlen.

BB
Bezeichnet das Einschnüren, Umschnüren oder Abbinden der Brüste. Es steigert die Empfindlichkeit der Brüste und betont sie optisch. Zirkuläre (also rund um die Brust geführte) Brustbondage ist technisch nicht ganz einfach, da sie die Tendenz hat, abzurutschen. Es hängt auch sehr viel von der Masse der Brüste ab, unter einer gewissen Größe (Cup C) und Länge (Apfelbrüste sind hier ein Nachteil) geht es einfach nicht. Auch die Brustform spielt hier mit rein: die Brust muss für ihre Ansatzfläche recht massig sein. Eventuell muss man mit einer Verankerung ober- und unterhalb der Brüste nachhelfen. Einfacher zu verwirklichen ist die parallele Form der BB, bei der je ein Seil mehrfach ober- und unterhalb des Brustkorbs geführt wird und dann durch senkrechte Verbindungen die beiden Seile zusammengezogen werden. Eine andere Form der BB, die nicht die Brüste abschnürt, ist die, welche nur an den Brustwarzen ansetzt. Wie bei jeder Form abschnürender Fesselspiele muss auf die Durchblutung geachtet werden. Daher kann eine intensive Einschnürung gemacht werden, wenn die Bondage nur für kurze Zeit getragen werden soll; wird nur ganz locker geschnürt, dann kann sie auch einen ganzen Abend dranbleiben. Begleiterscheinungen von BB sind Dunklerwerden, Anschwellen und eine gesteigerte Empfindlichkeit – sie vergehen nach Abnehmen der Bondage von selbst. Warnzeichen sind die üblichen bei einer Bondage: Taubheit, Abkühlen, Blauwerden, Schmerzen. Die Brust ist ein empfindliches Gewebe, daher ist auch bei BB ein Herantasten an die Grenzen des Bottoms wichtig

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BDSM
Abkürzung für Bondage & Discipline, Domination & Submission, Sadism &Masochism. Zu deutsch: Fesselung & Erziehung, Beherrschung & Unterwerfung, Sadismus & Masochismus. Dieser Begriff kommt aus dem amerikanischen und umfasst einen weitaus größeren Bereich als S/M.

Bestrafungsspiele oder Erziehungsspiele
Buttom wird aufgrund begangener Fehler für diese bestraft, damit er sich seines Vergehens bewusst wird. Der Bereich Erziehung findet sich vorwiegend in DS Spielen mit psychologischen Elementen wieder. Sie gehören nicht automatisch zu SM Lüsten.

BJ
Lat. für Oralsex an einem Mann, inzwischen auch gebräuchlich: Blasen und das englische Blowjob. Fellatio als relativ weit verbreitete Praktik auch unter Nichtsadomasochisten kann sehr gut mit einem Machtgefälle besetzt werden. Das Eindringen des Penis in den Mund des Bottom ist geradezu prototypisch für männliche sexuelle Dominanz.
Allerdings ist Fellatio eine Praktik, die von beiden Seiten sehr unterschiedlich besetzt werden kann. Auch derjenige, der bläst kann sich dabei als dominant fühlen – hat er doch den empfindlichsten Teil des Gegenübers zwischen den Zähnen und kann ihn schon mit leichten Bissen an eine Kastration erinnern.

Bondage
Engl. für Fesselungsspiele (z.B. mit Seilen, Ketten oder Hand- und Fußfesseln). Eine besonders kunstvolle Form ist die Japan Bondage, die normalerweise aus einem Seil und ohne (oder mit wenigen) Knoten gemacht wird. Bondage ist als eigenständige Form des Sadomasochismus zu verstehen.

Bondage – Tape
Spezielles, ca 5cm breites dünnes Plastikband, das elektrostatisch an sich selbst, aber nicht an Haaren und Haut haftet. Kommt auf Rollen in einer Länge von jeweils ca. 20m.
Kann für schnelle und effektive Bondage, für schnelle Knebel und Tape Gags verwendet werden. Kann gut wieder verwendet werden, allerdings ist das Aufwickeln etwas mühsam.

Bottom
Engl. für „unten“. In S/M-Kreisen ein Begriff für den beherrschten, passiven Part in einem Spiel (Der aktive Part wird auch Top genannt).

Weiter gehts mit Teil 2